Registrieren
ON AIR

Autostream

mit Auto-DJ

AKTUELL LÄUFT
Lade...
Lade...

Neuigkeiten

Bleib auf dem Laufenden mit den neuesten News von KrazzFM!

News
News

Altweibersommer

Altweibersommer
Der Sommer ist eigentlich vorbei – und dann ist er plötzlich wieder da. Im September und manchmal sogar noch im Oktober gibt es diese Tage, an denen die Sonne vom blauen Himmel scheint, die Temperaturen noch einmal angenehm steigen und man die Jacke getrost zu Hause lassen kann. Während morgens bereits Tau auf den Wiesen liegt, fühlt sich der Nachmittag fast wieder wie Hochsommer an. (Bild: KI-generierte Illustration)


Diese besondere Zeit nennen wir Altweibersommer. Doch woher kommt der ungewöhnliche Name eigentlich? Und warum mögen viele Menschen diese spätsommerlichen Tage so sehr?

Wenn der Sommer noch einmal zurückkommt

Der Altweibersommer ist keine festgelegte Zeit im Kalender. Gemeint ist eine spätsommerliche Schönwetterperiode, die häufig im September auftritt.

Nach den heißen Wochen des Hochsommers werden die Tage langsam kürzer und die Nächte kühler. Trotzdem kann sich stabiles Hochdruckwetter einstellen und noch einmal für viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgen.

Das Besondere daran: Die große Sommerhitze ist meist vorbei. Stattdessen gibt es warme Nachmittage, klare Luft und oft einen strahlend blauen Himmel. Für viele ist das sogar angenehmer als ein heißer Julitag.

Woher kommt der ungewöhnliche Name?

Mit älteren Frauen hat der Begriff ursprünglich nichts zu tun. Das „weiben“ im Altweibersommer wird häufig mit einem alten Ausdruck für das Weben von Fäden in Verbindung gebracht.

Im Spätsommer sind besonders viele feine Spinnfäden zu beobachten. Junge Spinnen nutzen ihre Fäden, um sich vom Wind forttragen zu lassen. Im Sonnenlicht glitzern diese Gespinste auf Wiesen, Sträuchern und zwischen Ästen besonders auffällig.

Der Anblick der silbrig schimmernden Fäden soll schließlich zur Bezeichnung Altweibersommer beigetragen haben. Ganz eindeutig lässt sich die Herkunft des jahrhundertealten Begriffs allerdings nicht mehr rekonstruieren.

Sommer und Herbst zur gleichen Zeit

Vielleicht liegt der besondere Reiz des Altweibersommers darin, dass zwei Jahreszeiten aufeinandertreffen.

Mittags sitzt man noch im T-Shirt im Café, während morgens bereits eine Jacke nötig ist. Die ersten Blätter färben sich bunt, gleichzeitig blühen in vielen Gärten noch die letzten Sommerblumen.

Auch das Licht verändert sich. Die Sonne steht tiefer und taucht Landschaften am späten Nachmittag in warme Goldtöne. Dadurch bekommen selbst vertraute Orte plötzlich eine ganz andere Atmosphäre.

Noch einmal nach draußen

Ein sonniger Septembertag fühlt sich manchmal wie ein kleines Geschenk an. Schließlich weiß man, dass solche Tage langsam seltener werden.

Der Altweibersommer ist deshalb ideal für eine Fahrradtour, einen Spaziergang oder einen Ausflug ins Grüne. Auch Biergärten und Straßencafés bekommen noch einmal Besuch, und mancher Grill wird ein letztes Mal für die Saison angezündet.

Vielleicht geht es gar nicht darum, etwas Besonderes zu unternehmen. Schon eine Stunde in der Sonne kann reichen.

Der Sommer bekommt einen anderen Sound

Auch Musik fühlt sich im Altweibersommer anders an.

Die großen Sommerhits laufen noch im Radio, erinnern aber bereits an Urlaub, Freibad und lange Abende im Freien. Ein Song, der im Juli einfach gute Laune gemacht hat, kann im September plötzlich Erinnerungen an die vergangenen Wochen hervorrufen.

Gleichzeitig passen ruhigere Songs immer besser zu den goldenen Abenden. Der Soundtrack des Sommers wird langsam zum Soundtrack des Herbstes.

Die letzten warmen Abende genießen

Gerade weil wir wissen, dass der Herbst näher rückt, nehmen wir warme Septembertage oft bewusster wahr.

Noch einmal draußen essen. Noch einmal ohne Jacke bis zum Sonnenuntergang sitzen. Noch einmal das Fenster am Abend weit geöffnet lassen.

Im Juli sind solche Dinge selbstverständlich. Im September werden sie plötzlich besonders.

Fazit: Der Sommer sagt noch nicht ganz Tschüss

Der Altweibersommer ist eine kleine Zugabe der warmen Jahreszeit. Er bringt noch einmal Sonne und milde Temperaturen, während die Natur längst damit begonnen hat, sich auf den Herbst vorzubereiten.

Vielleicht mögen wir diese Tage gerade deshalb so sehr. Sie erinnern uns daran, den Sommer nicht zu früh abzuschreiben und die letzten warmen Stunden noch einmal auszukosten.

Denn irgendwann kommt der Morgen, an dem die Jacke wieder dauerhaft dazugehört. Bis dahin darf der Sommer gerne noch ein bisschen bleiben.

Jens 4. Sepember 2026, 16:52 30 0 Kommentare Drucken

0 Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Es wurden keine Kommentare geschrieben.

🎙 Gruß & Wunsch senden
0 / 500
–