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Oktober kann auch schön

Oktober kann auch schön
Der Oktober hat es nicht leicht. Der Sommer ist endgültig vorbei, morgens ist es plötzlich wieder dunkel und beim Blick aus dem Fenster stellt sich immer häufiger die Frage, ob man wirklich vor die Tür möchte. Dazu Regen, Wind und Temperaturen, bei denen die Jacke vom vergangenen Frühjahr wieder aus dem Schrank geholt werden muss. (Bild: KI-generierte Illustration)


Dabei hat der Oktober durchaus seine schönen Seiten. Man muss vielleicht nur etwas genauer hinschauen. Denn zwischen grauen Regentagen gibt es diese sonnigen Nachmittage, an denen die Natur noch einmal richtig aufdreht. Und auch zu Hause beginnt eine Zeit, die durchaus ihren Reiz hat.

Wenn die Natur noch einmal Farbe zeigt

Kaum ein Monat verändert unsere Umgebung so deutlich wie der Oktober.

Aus grünen Blättern werden innerhalb weniger Wochen gelbe, orangefarbene und rote. Wälder sehen plötzlich völlig anders aus und selbst der Weg, den man jeden Tag geht, kann sich verändern.

Besonders schön sind die Tage, an denen die tief stehende Sonne durch die Bäume scheint. Dann zeigt sich der Herbst von seiner besten Seite.

Natürlich gehört auch das Laub auf Gehwegen und in Vorgärten dazu. Was am Baum noch wunderschön aussieht, verliert beim Zusammenkehren allerdings erstaunlich schnell einen Teil seines Charmes.

Die Sonne wird wieder wertvoller

Im Hochsommer nehmen wir einen sonnigen Tag beinahe als selbstverständlich hin. Im Oktober sieht das anders aus.

Wenn nach mehreren grauen Tagen plötzlich die Sonne herauskommt, zieht es viele noch einmal nach draußen. Vielleicht zu einem Spaziergang, in den Biergarten oder einfach mit einem Kaffee auf die Terrasse.

Dabei muss es gar nicht mehr richtig warm sein.

Eine Jacke, ein bisschen Sonne im Gesicht und trockene Wege reichen plötzlich völlig aus.

Der Oktober erinnert uns damit vielleicht auch daran, Dinge wieder etwas mehr zu genießen, die wenige Wochen zuvor noch ganz normal waren.

Zu Hause wird es wieder gemütlich

Während wir im Sommer möglichst viel Zeit draußen verbringen, darf das Zuhause im Oktober wieder wichtiger werden.

Die erste Kerze wird angezündet, die Decke liegt wieder auf dem Sofa und am Abend muss man kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn man einfach zu Hause bleibt.

Auch Filme und Serien machen plötzlich wieder mehr Spaß. Während man im Juli bei Sonnenschein fast das Gefühl hatte, draußen etwas zu verpassen, sieht die Sache an einem verregneten Oktoberabend ganz anders aus.

Dann darf es draußen ruhig ungemütlich sein.

Solange man selbst drinnen sitzt.

Auch kulinarisch ändert sich einiges

Mit dem Herbst verändert sich auch das, worauf wir Appetit bekommen.

Salate und leichte Sommergerichte machen langsam Platz für Suppen, Eintöpfe und alles, was ordentlich warm auf den Tisch kommt. Kürbis taucht plötzlich überall auf und auch Pilze, Äpfel oder Maronen gehören für viele zum Herbst dazu.

Und dann gibt es natürlich Federweißer und Zwiebelkuchen.

Gerade in den Weinregionen gehört diese Kombination für viele genauso zum Herbst wie buntes Laub und kühlere Abende.

Der Kleiderschrank wird wieder interessant

Im Oktober beginnt außerdem die Zeit der Übergangsjacke.

Dieses Kleidungsstück führt ein schwieriges Leben. Im Frühjahr wird es kurz gebraucht, dann verschwindet es monatelang im Schrank und im Herbst bekommt es erneut ein kleines Zeitfenster.

Bis es morgens irgendwann so kalt ist, dass man feststellt: Jetzt reicht sie auch nicht mehr.

Dafür kehren Pullover zurück, die man seit Monaten nicht gesehen hat. Und gelegentlich findet sich in einer Jackentasche sogar noch etwas vom vergangenen Winter.

Im besten Fall Geld.

Im schlechteren Fall ein Taschentuch, über dessen Herkunft man lieber nicht genauer nachdenken möchte.

Der Oktober kann beides

Vielleicht liegt genau darin der Reiz dieses Monats.

Der Oktober ist noch nicht Winter, aber eben auch kein Sommer mehr. An einem Tag sitzt man mittags noch draußen, am nächsten Abend dreht man die Heizung auf.

Es gibt Sonne und Nebel, goldene Landschaften und graue Regentage.

Und manchmal alles innerhalb weniger Stunden.

Fazit: Geben wir dem Oktober eine Chance

Natürlich kann der Oktober nerven. Wenn es morgens dunkel ist, den ganzen Tag regnet und abends schon wieder dunkel wird, hält sich die Begeisterung verständlicherweise in Grenzen.

Aber der Monat hat auch eine andere Seite.

Bunte Wälder, sonnige Nachmittage, gemütliche Abende und dieses besondere Gefühl, wenn draußen langsam alles ruhiger wird.

Vielleicht müssen wir den Oktober deshalb gar nicht zum schönsten Monat des Jahres erklären.

Es reicht schon, wenn wir aufhören, ihn nur als die Wartezeit bis Weihnachten zu betrachten.

Jens 1. Oktober 2026, 10:00 17 0 Kommentare Drucken

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